Das Leben und Mona
c h a s t e & t i n k a

Puh.

Ne ganze Menge is passiert.
Ich war auf Klassenfahrt gewesen.^^ In Weimar. Es war wundervoll, einfach beeindruckend. Wer auf Geschichte steht, sollte da hin. Es war so umwerfend, allein die Optik der Stadt. Ich wär am liebsten da geblieben.
Das Blöde war aber halt, dass meine Parallelklasse mitgefahren ist. Da ist auch mein Ex drin. Alex.

An einem Abend (alle waren jeden Abend betrunken) kam es, dass er und ich Kontakt aufnahmen. Und das nicht auf meine übliche Art mit Anschuldigungen und Vorwürfen. Sondern mit Scherzen.
Ja, mit Scherzen. Man hat auch über die Katzen geredet und ab und an auch viel Gefühl gezeigt. Dies sollte der zweite Abend der Klassenfahrt sein.
Alle weiteren Abende tastete man sich aneinander ran. Was würde das werden? Was wollte der andere jetzt von einem, wenn er mit einem sprach? Das haben wir schnell rausgefunden, indem wir vorsichtig nachfragten und ehrlich antworteten.

Es war friedlich. 

Aber was nich fehlen durfte: Meine Art eben, mitzuteilen, wie ich dieses oder jenes nicht vergessen habe und scheiße finde. Das hörte er sich alles an. Der Knaller kam aber am letzten Abend.

Da waren wir essen. Schon den Abend davor haben wir es geschafft eine Basis für ein Gespräch jeder Art aufzubauen. Und dann sollten wir alle gemeinsam Essen gehen. Taten wir auch. Alex und ich landeten dann an einem Tisch für zwei, nah den anderen Mitschülern und den Lehrern.

Wir unterhielten uns. Zuerst wieder über nichts und wieder nichts. Lustiges, Belangloses. Aber es wurde immer in die eine Richtung gelenkt: Unsere Vergangenheit und was wir jetzt tun wollen.

Er sagte so viel. Er hätte gern, dass wir uns verstehen. Da sagte ich, dass das so einfach nich ginge und dass immer was zwischen ihm und mir stünde, ich ihm nie verzeihen werde.
Da fragte er, wieso ich ihn ansprach, ich antwortete dann, dass ich mir den Frieden auch wünsche, ich aber primär den Kummer und den Druck, den ich empfinde, wenn ich ihn nur sehe, loswerden wollte, indem ich mit ihm rede. Ich benutze ihn also als Bewältigung.

Wir sprachen dann viel über das, was passiert war. Es kullerten auch Tränen. Bei ihm, bei mir. 

Was mir aber auch wichtig war, war dieser Kopf-Wand-Effekt. Dieses knallharte Gefühl, wenn er irgendwas sagt, was mir mal weh tat. Zum Beispiel, was er mit Andrea so macht und dass er sie liebt. So konnte ich direkt sehen, wie sehr es noch wehtat und ich kann sagen, dass es nicht mehr wehtut. Ich will zwar nichts Genaueres wissen, weil ich kotzen könnte, wenn ich an sie denke, aber ich bin nicht traurig. Ich liebe Alex nicht mehr. Das konnte ich direkt testen. Ich konnte also abfragen, wie sehr mich die Sache noch zeriss oder ob der Schaden schon lange abheilte und mich als Info nur noch empört und verärgert. Und so ist es. 

Das Einzige, was wehtut, ist die Erinnerung an den Schmerz. Es war Sommer gewesen, mir war noch nie so kalt gewesen. Die Erinnerung daran lässt mich weinen. Echt. Aber ich vermisse sie nicht. Nicht im geringsten. 

Das, was ich mit dem Kontakt zu Alex bezwecken will, ist das selbe Verhältnis, das ich zu meinem ersten Freund Chris habe. Den schrieb ich auch mal an. Und er is mir so egal. Er hat aber eben einen Sonderstatus, da er ein Teil meiner Vergangenheit ist, der nicht unwesentlich was angerichtet hat. Aber heute ist es mir so egal und wir konnten sachlich darüber reden.

Mit Alex wird das dauern, aber ich brauche ihn dafür. Damit ich mich ausgeweint habe. Er wird mir schon zuhören, davon gehe ich aus. Schließlich erhofft er sich ja auch was und zwar eine Freunschaft oder sowas.

~

Hier mach ich mal einen Cut. Das kommt alles sehr plötzlich, nich wahr? Wie lange schob ich Hasstriaden gegen sie beide. Wie lange litt ich, wie sehr weinte ich, wie sehr hatte es mich fertig gemacht, wenn ich einen von ihnen nur sah. Und heute rede ich mit Alex. Ausgerechnet mit Alex. Nein, ich mag ihn nicht. Sicher hat er Humor. Aber das, was er tat, ist sehr bezeichnend und das werde ich nie vergessen. Ich möchte einfach nur abschließen mit ihm und dieser Schritt auf ihn zu war nur auf der Klassenfahrt möglich.

Es ist sehr unangenehm, bei ihm zu sein. Manche Momente lang spüre ich den Verrat auf meiner Haut, manchmal weine ich dann auch stumm, weil ich wieder diesen Schmerz erinnere. Und dann diese billigen Begründungen für das, was sie taten. So dämlich. Aber meine Wut hat auch abgenommen, ich will ihn nicht mehr schlagen. Mittlerweile hört er mich ja wieder an und ich kann sagen, was los ist und wie ich dieses oder jenes finde. Und ich hab viel gesagt. Viel. Und er sah mich schuld bewusst an und entschuldigte sich. Mit Begründung. Das beruhigt mich schon, das lässt mich ein Stück weit mehr mit der Sache abschließen.

Darüber hinaus wurde ich auch böse Geheimnisse los. Ich erzählte ihm das mit Andrea. Dass Andrea ihn nich will, ihn nur ausnutzt und nur auf Nico wartet, ihren irren Freund. Sie nutzt Alex nur aus und ist so falsch, bzw. kann so falsch sein. Ich warnte ihn ausdrücklich. Er nahm es auf. 

Ich wurde alles los, was ich je sagen wollte. Was ich scheiße fand, was ich so hinterhältig und falsch fand, ich wurde einiges los und das genau da, wos hingehört.

Und obendrein erzählte er mir Dinge, die ich echt bemerkenswert finde. Er findet mich immer noch sehr weiblich und schön, liest meine Beiträge im Luxx, er hat sich immer gewünscht, dass alles gut wird und er nutzt jede Gelegenheit, um mich anzusprechen. Süß oder? Son kleiner Egopush ist das.^^ Das gönn ich mir mal. xD

 

Tja... . Das lass ich alles erstmal sacken, denn auch für mich ist das nich mal eben so erlebt. Eine ereignisreiche Woche.
Und was ist mit Marcus?

... Den liebe ich.

6.3.10 15:27


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