Das Leben und Mona
c h a s t e & t i n k a

Puh.

 

Lang lang ist's her. Ich hab jetzt ein neues Layout, für die, die jetzt wieder gekommen sind und denken: Bin ich hier richtig?

Habe meinen neuen Job immer noch. Es ist stabil, stressig, es raubt Kraft, ich bin immer müde und ich bemerke: Neben der Arbeit habe ich keine Hobbies, keine Freunde, kein Leben. Ich arbeite nur, stocke den Haushalt auf, kaufe mir neue Klamotten, damit ich nich alle zwei Tage Wäsche waschen muss, um überhaupt mal was zu haben und lasse mir die Fingernägel machen, damit sie stabil und schön sind. Eine der vielen oberflächlichen Freuden in meinem Leben. Ich suche immer noch nach einem Lebenssinn. Ich liebe nach wie vor meine Familie sehr. Aber ich liebe mein Leben nicht.

Aber momentan passiert etwas sehr Aufregendes. Ich habe mich bei Bosch beworben. Ein Ausbildungsplatz als Elektronikerin für Geräte und Systeme. Das ist nicht nur am Computer hängen, das ist viel mehr im Computer drinstecken und bauen, in Autos, in Sicherheitsanlagen, in allem und es zum Laufen bringen. Ich war neulich beim Einstellungstest. Ich fand mich jetz nich so gut. Ich hoffe die anderen waren schlechter und ich bin interessanter. Ich hoffe es so sehr. Das könnte der Ausstieg aus dieser Hölle und der Einstieg zurück ins Leben sein. 


Ich habe darüber hinaus auch interessante Erkenntnisse über mein Leben erfahren. Ich hatte im Februar Urlaub gehabt und war unteranderem in Berlin. Ich kam dort an, bekam Gänsehaut bei den S-Bahnen und so, aber... ich bin da echt raus. Ich ging zu Jenny. Oha, mir fällt auf, dass ich das mit ihr gar nicht geschrieben habe. Kurz: Sie und ich haben die Waffen niedergelegt und sind wieder nett zu einander. Ich war also da für zwei Tage, in denen ich auch Franz wieder traf. Ich verfuhr mich bei der einfachsten Strecke zum Alexanderplatz. Horror. Außerdem gab er mir schon wieder son Gefühl, Dreck zu sein, den er nur duldet. Zumindest als wir uns in Textform verabredeten. Als wir uns dann sahen, war es sehr harmonisch. Sehr. Aber mehr auch nicht. Die Chemie stimmt, die man als Freunde haben sollte, trotz dass wir echt nich oft reden, aber als ich dann da war, wars echt gut. Er kramte zum Schluss nochmal in der Vergangenheit herum, an dem Anker, der uns eigentlich noch zusammenhält, stellte mir einen Teil seines Liebesproblems vor und ich drehte dann ab, zurück zum Südkreuz.

Ich spürte wirklich: Die besten Zeiten hatte ich in Berlin gehabt. Aber jetzt bin ich da wirklich nur noch Besucher. Und das missfällt mir nicht einmal. Ich bin froh, in Hildesheim zu sein, auch, wenn ich mich IMMERNOCH nicht richtig eingelebt habe. 

Oh mein Gott.^^ Mein Handy spielt mir gerade "Achilles Heel"... was eine Überraschung.

Wo war ich... ich hab manchmal immer noch das Gefühl, ich wache bei meiner Mutter und meiner Schwester in Schönberg auf, aber da ist meine Zeit abgelaufen.

Apropos Zeit abgelaufen. Ich muss langsam mal los, zu Vater. ... Wie das klingt. Zu Vater. Sein alter Freund Michael ist in sein Haus eingezogen und sein Sohn wird auch gleich da sein. Ich wollte ihn wieder sehen und vielleicht kann ich ja auch noch was helfen.


Jetzt, wo ich das alles mal geschrieben habe, gehts gerade durch mein Herz. Vielleicht schreib ich Franz mal eine liebe SMS...? Mit Jenny hatte ich eben telefoniert. Noch die Spülmaschine ausräumen und dann los... raus... zu meinen Lieben. 

Mir kommen die Tränen. Ich muss aber lächeln.

1.4.11 18:57


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